Neu!

  1. IDV aktuell 55 ist da! Neues vom Internationalen Deutschlehrerverband und der Verbandsarbeit weltweit. Viel Spaß beim Lesen!
  2. Neu auf www.goethe.de : Ideen für den kombinierten Sprach- und Fachunterricht an bilingualen Schulen.
  3. AVenPA auf der Seite der Deutschen Welle.

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Vom 27.11. bis zum 4.12.2010 hat in der historischen und sehr eleganten Stadt Wien das Fortbildungsseminar “Sprich mit mir” vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (BM:UKK) in Kooperation mit dem Zentrum für Österreichstudien in Skövde, Schweden stattgefunden, wobei 17 Teilnehmer aus 14 Ländern vertreten waren, und zwar: Pia Wahlström aus Dänemark, Piret Steinberg aus Estland, Claudine Cuillerier aus Frankreich, Natar Munkhbayar und Khalzkhuu Naranchimeg aus der Mongolei, Susi Warkentin aus Paraguay, Maria Inês Brandão de Menezes aus Portugal, Olga Agapitova aus Russland, Maja Jocic aus Serbien, Rita Tuggener aus der Schweiz, Hana Divišovà aus derTschechischen Republik, Mehmet Öztürk aus der Türkei, Rasifa Chassanowa und Oleksandra Shumiatska aus derUkraine, Holy Bruce aus den Vereinigten Staaten und die Verfasserindieses Berichts aus Venezuela.

 

Das Internationale Fortbildungsseminar ist in erster Linier für Germanist(inn)en und Deutschlehrer(innen) gedacht. Inhaltlich gesehen ging es um die “Mehrsprachigkeit in Europa am Beispiel Österreich und Wien”, aber in der Tat war es so, dass das Thema unter verschiedenen praktischen Aspekten des heutigen Lebens in Österreich dargestellt wurde. Mag. Rainer Lefevre hat uns anlässlich einer Stadtführung durch Wien ein kompaktes aber hervorragendes Geschichtsbild “in Life” entworfen. Als eine weitere kulturelle Abendaktivität wurden wir ins Konzerthaus eingeladen, wo wir im Großen Saal den Virtuosen Thierry Escaich an der Orgel genossen haben. In der alten Innenstadt hat eine Gruppevon Studenten aus England, die eine Arbeit im Bereich der Linguistik durchführte, fünf von uns, darunter die Vertreter aus Dänemark, der Mongolei, Paraguay, der Türkei und Venezuela, interviewt und gefilmt. Frau Dr. Muriel Warga-Fallenböck, Frau Dr. Alexandra Wojnesitz und Herr Dr. Hannes Schweiger waren der Reihe nach für folgende Vorträge verantwortlich: “Sprachpolitik in Österreich und Europa”, “Spracherwerb: Voraussetzung für Zweit- und Drittsprachenerwerb” und “Mehrsprachigkeit in der / und Literatur”. Eine andere interkulturelle Aktivität in Bezug auf „Alltagssprachen hören“ fand im Büro des Nachbarschafts-Services im Wiener Gemeindebau, des sogenannten Wohnpartners, statt. Davon war ich sehr beeindruckt, sogar “neidisch”, natürlich im guten Sinne, weil ich mir ein solches Wohnpartnerprogramm so sehr für Venezuela wünsche. Zum Thema “Alltagssprachen hören” wurden auch andere Lebenssituationen angeboten, nämlich der Besuch des Marktamtes, des Brunnenmarktes und in der Hauptbücherei.

Der Leser wird sich wahrscheinlich fragen, was die o.g. Programme mit dem Konzept des Seminars “Mehrsprachigkeit in Europa am Beispiel Österreich und Wien” zu tun haben. Oder in welcher Verbindung damit ein Konzertbesuch oder eine Stadtführung durch Wien stehen. Wenn wir uns folgende Statistik aus Osterreich für das Jahr 2009 anschauen, können wir schnell folgern, was für eine Bedeutung die Präsenzvon Ausländern in Österreich hat.

“Das österreichische Innenministerium führt eine Statistik darüber, wie die Zuwanderung nach Österreich stattfindet. Das heißt, ob es sich um:

  • eineRückkehrösterreichischerStaatsbürgerhandelt

  • es sich um EU-Bürger handelt die nach Österreich kommen

  • Zuwanderung aus Nicht-EU Staaten aufgrund der Quotenregelung  handelt

  • Asylwerberhandelt

Folgende Zahlen wurden von der Statistik Austria für das Jahr 2009 veröffentlicht. AlleZahlensindnurnäherungsweiseAngaben:

  • RückkehrösterreichischerStaatsbürger: 16.000

  • Zuzug von EU-Bürgern: 54.000

  • Asylwerber: 16.000

  • Facharbeiter aus Nicht-EU-Staaten: 4.000

  • Saisonarbeiter aus Nicht-EU-Staaten: 2.000

  • Familiennachzug aus Nicht-EU-Staaten: 10.000

  • Studierende aus Nicht-EU-Staaten: 6.000

Insgesamt wanderten laut diesen Zahlen 108.000 Menschen nach Österreich zu. Aus diesen Zahlen ist ersichtlich, dass der überwiegende Teil der Zuwanderung auf jene Personen zurückzuführen ist, die auch das Recht auf Niederlassung und Arbeit in Österreich haben: österreichische Staatsbürger und EU-Bürger. Nur ein kleiner Teil der Zuwanderung geschieht aufgrund der Quotenregelung (wird ab 2011 durch die so genannte Rot-Weiß-Rot-Card ersetzt).”

 

Frau Dr. Helga Mitterhumer und Herr Dr. Wolfgang Malik waren hauptsächlich für den DaF-Unterricht verantwortlich. In Bezug auf den DaF-Unterricht bzw. bei den Hospitationen im Bereich der Lehrerausbildung waren die Teilnehmerin drei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe hat beim Internationalen Business Center Hetzendorf, IBC hospitiert, die zweite bei dem Bundesrealgymnasium 7 (BRG 7) und die dritte, an der ich teilnahm, bei dem Vorstudienlehrgang an der Universität Wien. Meine Klasse bestand aus ca. 30 Schülern, die aus dem Iran, Japan, Kroatien, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowenien, der Tschechischen Republik, der Türkei, der Ukraine undUngarnkamen. Allerdings muss man wissen, dass viele in Österreich lebende Ausländer aus diesen Ländern kommen.

Zum DaF-Unterricht gehörten auch Themenrecherchen zur kulturellen Vielfalt mit der Kamera. Wir sind durch die Stadt Wien gegangen, und haben mit unseren Kameras Werbungen, Bilder, Plakate, Reklame und alles, was Mehrsprachigkeit betraf, photographiert bzw. gefilmt. Wir sollten danach die Materialien auswählen und bearbeiten, Recherchen und Ergebnisse einordnen, Unterrichtsideen und –projekte ausarbeiten und als Seminar-Abschluss eine Präsentation für einen DaF-Unterricht machen.

Als Sprachübung und als Austausch von Sitten und Gebräuchen von Land zu Land im Bereich der österreichischen Landeskunde wurde uns Bildmaterial über Feste feiern in Österreich ausgehändigt. Es ging darum, jedem Fest passende Bilder zuzuordnen, alle passenden Fotos zu beschreiben, Sitten zu vergleichen bzw. zu unterscheiden je nach dem Land, aus dem der jeweilige Teilnehmer herkommt

Der Kollege aus der Türkei hielt einen Vortrag über seine Tätigkeit an der Universität in der Türkei, wo er als Germanist und Dolmetscher arbeitet. Wir wurden über die Voraussetzungen informiert, dort zu studieren, aber auch über die Projekte seiner Abteilung und über die Lehrerausbildung.

Ich gratuliere dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur für das Zustandekommen des Internationalen Fortbildungsseminars, das den Teilnehmern Erfahrungs-, Methoden- und Alternativenaustausch sowie die Einführung neuer Techniken im Deutschunterricht ermöglicht haben. Bereichert mit dem Erwerb aktueller Kenntnisse über die österreichische Politik, Wirtschaft, Kultur und Kunst sind wir nach Hause geflogen. Wir sollten nicht versäumen, unseren Schülern zu erzählen, wie freundlich, wie friedlich die Österreicher sind. Dafür möchte ich mich beim BMUKK, bei unseren Seminar-Organisatoren und –Leitern, Frau Dr. Mitterhumer und Herrn Dr. Malik, beim Personal des Kardinal König Hauses und beim Bildungszentrum der Jesuiten bedanken, wo wir am ersten Seminartag von dem Leiter des Hauses mit den Worten:„Die Wahrheit in Liebe tun“ empfangen wurden.

 

Luilla Molina Lazo

Vizepräsidentin

AVenPA

Der Aufbaustudiengang Deutsch als Fremdsprache.

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DaF-Brücke

Die Fachzeitschrift der lateinamerikanischen Deutschlehrer und Deutschlehrerinnen finden Sie unter http://www.abrapa.org.br/publikationen